Die Ausbildereignung ist wichtig, weil sie sicherstellt, dass Ausbildung fachlich korrekt, rechtlich sauber und pädagogisch wirksam durchgeführt wird. Konkret lassen sich die Gründe in vier zentrale Bereiche gliedern:
1. Qualität der Ausbildung
Ausbilderinnen und Ausbilder mit Ausbildereignung verfügen über berufs- und arbeitspädagogische Kompetenzen. Sie wissen:
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wie Lernprozesse geplant, strukturiert und bewertet werden,
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wie Inhalte zielgruppengerecht vermittelt werden,
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wie Auszubildende motiviert und individuell gefördert werden.
Das erhöht die Lernqualität und reduziert Ausbildungsabbrüche.
2. Rechtssicherheit für Betriebe
Die Ausbildereignung (nach AEVO – Ausbilder-Eignungsverordnung) stellt sicher, dass:
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gesetzliche Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) eingehalten werden,
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Pflichten gegenüber Auszubildenden bekannt sind (z. B. Jugendarbeitsschutz, Arbeitszeiten, Prüfungen),
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Haftungs- und Konfliktrisiken minimiert werden.
Für Betriebe bedeutet das Rechts- und Planungssicherheit.
3. Fachkräftesicherung
Gut ausgebildete Ausbilder tragen direkt zur nachhaltigen Fachkräfteentwicklung bei:
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Auszubildende werden praxisnah und bedarfsgerecht qualifiziert,
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die Übernahmequote steigt,
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Wissen bleibt langfristig im Unternehmen.
Gerade in Regionen mit Fachkräftemangel ist das ein strategischer Vorteil.
4. Vorbild- und Integrationsfunktion
Ausbilder haben eine Schlüsselrolle im sozialen und beruflichen Entwicklungsprozess:
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Sie vermitteln nicht nur Fachwissen, sondern auch Arbeitshaltung, Werte und Teamfähigkeit.
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Besonders bei Auszubildenden mit Unterstützungsbedarf oder aus Drittstaaten ist pädagogische Kompetenz entscheidend für erfolgreiche Integration.

